Sprechstunden:
Montags 10 - 12 Uhr, Mittwochs 15 - 17 Uhr
Stadthaus 1
Raum 381

Münsteraner Gesundheitsgespräche der Apothekenkammer Westfalen Lippe

Die 5. Münsteraner Gesundheitsgespräche fanden am 24.4.2018 unter dem Motto "THERAPIE - VERTRAUEN - SICHERHEIT" unter Beteiligung von mehr als 100 Gästen im Factory-Hotel Münster statt.

v.l.n.r.: Margareta Seiling, Dr. Theodor Windhorst, Gabriele Regina Oberwiening, Dr. Gerhard Bonn

Die Kammerpräsidentin, Gabriele Regina Oberwiening, verdeutlichte in ihrem Statement zur sicheren Versorgung mit Zytostatika, dass die Rückeroberung von verlorengegangenem Vertrauen zu Apotheker*innen oberste Priorität habe und führte damit die Zuhörer ein in die Problematik des "Bottroper Apothekerskandals", eines speziellen Falles, bei dem in jüngerer Vergangenheit gestreckte Krebsmedikamente viele Menschen, evtl. sogar Hunderte von Patienten, zu Schaden gekommen seien.

Als Vertreterin ihres Berufsstandes bat sie dafür um Entschuldigung. Sie forderte alle auf zu berufsgemäßem, korrektem Handeln und zur größten Achtsamkeit. Der Präsident der Ärztekammer, Dr. Theodor Windhorst, schloss sich dem Appell an und forderte seine Kollegen*innen auf, im Alltag in jeder Richtung ohne Vorverurteilung die Gebote der Fairness zu beachten. Für Insider aus dem Berufsfeld der praktizierenden Apotheker*innen und die anwesenden Gäste aus Verwaltung und Ärzteschaft wurde in einer Gesprächsrunde mit dem direkt an der Aufklärung beteiligten Volkswirt, Martin Prowoll, die Brisanz dieser Manipulationen besonders deutlich. Auch dieser verwies auf das Gerichtsverfahren und die Komplexität der Sache, nicht ohne auf die notwendige Zivilcourage bei der Aufklärung hinzuweisen. In der abschließenden  Podiumsdiskussion über Folgerungen und Konsequenzen zum 'Fall Bottrop' erörterten Fachvertreter*innen sowie sachkundige Gäste, wie es der Ärzte- und Apothekerschaft gemeinsam gelingen kann, das verlorene Vertrauen zurück zu gewinnen. Damit künftig das "Vier-Augen-Prinzip" bei der Zytostatika-Herstellung konsequent eingehalten wird, fordert die Apothekenkammer Westfalen-Lippe eine Selbstverpflichtung ihrer Mitglieder ein.