Sprechstunden:
Montags 10 - 12 Uhr, Mittwochs 15 - 17 Uhr
Stadthaus 1
Raum 110
0251 492 60 80

Zukunftsdialog „Demenz 2030“ – Wie wollen wir leben?

Am Mittwoch, 05. September 2018, fand im Freiherr-von-Vincke-Haus, Münster, Domplatz 36, eine Veranstaltung statt zum Thema Zukunftsdialog „Demenz 2030“ – Wie wollen wir leben?“ Mit Blick auf die demographische Entwicklung ging es darum zu erörtern, wie es möglich ist, heute schon die Weichen zu stellen für ein gutes Leben im Alter, das auch die Erkrankung Demenz mitdenkt.

Im Anschluss an die Begrüßung durch die Bürgermeisterin Beate Wilhjalmsson erläuterte Beate Dobner, Demenz-Servicezentrum Region Münster und das westl. Münsterland, mit einem Blick auf die Statistik die Notwendigkeit für eine rechtzeitige Weichenstellung. Dabei stellte sie fest, dass Selbstbestimmung bei Demenz bedeutet, die Balance zu finden zwischen Freiheit und Gefährdung. Es bedeutet ganz konkret für unser Zusammenleben um diesem Ziel näher zu kommen: Betroffene ermutigen, Angehörige entlasten, alternative Wohnformen fördern, Demenzpläne entwickeln und vor allem forschen!

Was wird in Münster und im Münsterland geboten und entwickelt?

Ulrike Kruse führte für das Demenz-Service-Zentrum Münster einige Maßnahmen und Angebote auf. - Angepasste Formen im Bereich von Kunst und Musik, - Theateraktionen, - Sensibilisierung der Gesellschaft für die Probleme Betroffener, - Gesprächsgruppen für Junge Betroffene u. a. mehr.

Schwerpunkte der Arbeit in den Regionen ist die Einrichtung von Anlaufstellen und die Netzwerkarbeit. Aufgebaut werden kulturspezifische Angebote landesweit.

Für das Gerontopsychiatrische Zentrum sprach Stefanie Oberfeld. Sie wies auf die Bedeutung der Seniorenbüros hin, deren Aufgabe es ist, die strategische Steuerung zu bieten und die Vernetzung zu fördern.- Als wichtiger Aspekt kommt hier die Quartiersentwicklung in den Blick. Angestrebt werden kleinere Einheiten der Versorgung – damit die „Pantoffelnähe“ für den Einzelnen ermöglicht wird und die vertraute Umgebung den Betroffenen mehr Sicherheit gibt.

Margareta Seiling