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Protokoll der Sitzung des AK "Älter werden in Kinderhaus" vom 20.04.2015

Moderation:

Frau Ilse Laurenz, Kommunale Seniorenvertretung Münster

Herr Andreas Duttmann, Caritas vor Ort - Kinderhaus

 

1. Verabschiedung des Protokolls vom 22.09.2015

 

2. Herr Rob Wiltschut von der ev. Familienbildungsstätte Münster, stellt die Vorgehensweise zur Erstellung der Broschüre "Älter werden in ... Kinderhaus" vor, es wurde diskutiert, inwieweit auch Angebote aus Sprakel mit in der Broschüre aufgeführt werden. Ein erster Entwurf wird den beteiligten Institutionen in den nächsten Wochen zur Korrektur zugesandt; der Druck könnte u.U. noch in diesem Jahr erfolgen.

 

 

3. Frau Laurenz berichtet aus der kommunalen Seniorenvertretung.

 

4. Auszüge (Textbausteien) aus dem Bericht von Frau Menke zur Thematik - Pflege

"Aktuelle Änderungen durch das neue Pflegegesetz NRW

Vom Landespflegegesetz (PfG NW) und Wohn- und Teilhabegesetz (WTG) zum GEPA NRW

Am 16.10.2014 ist das neue GEPA NRW in Kraft getreten. GEPA steht für "Gesetz zur Entwicklung und Stärkung einer demografiefesten, teilhabeorientierten Infrastruktur und zur Weiterentwicklung und Sicherung der Qualität von Wohn- und Betreuungsangeboten für ältere Menschen, pflegebedürftigen Menschen, Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen". Das GEPA besteht aus zwei Teilen, dem Alten- und Pflegegesetz (APG NRW) und dem Wohn- und Teilhabegesetz (WTG NRW).

Ziele des GEPA:

- Verstärkung und Unterstützung von ambulaten Wohn- und Versorgungsarrangements

- Versorgungssicherheit im gewohnten Umfeld

- Stärkung der Selbstbestimmung und Teilhabe der Pflegebedürftigen und Angehörigen

- Berücksichtigung der Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention

- Stärkung der kommunalen Steuerung in der Sozial- und Pflegeplanung

 

Wesentliche Änderungen

Kommunale Pflegeplanung

- Weitere Inhalte der Planung werden alternative Angebote und Quartiersorientierung sein

- Zielgruppenspezifische Angebotsformen und übergreifende Aspekte werden in eine altengerechte Quartiersentwicklung einbezogen

- Erhält Unterstützung durch landesweite Datenbank


Kommunale Pflegekonferenz

Bisher: Beratung der pflegerischen Versorgungsstruktur

Nun: zusätzlich die Themen Alter, demografische Entwicklung, Quartier und pflegende Angehörige

Name: Kommunale Konferenz für Alter und Pflege

 

Neue Steuerungsmöglichkeiten für die Kommunen durch die kommunale Pflegeplanung:

- Rechtlich verbindliche Form der Pflegeplanung

- verbindliche Bedarfsfeststellung für eine Förderentscheidung

- Planung ist durch einen Beschluss der Vertretungskörperschaft  festzustellen, in dessen Beratungsprozess die kommunale Pflegekonferenz einbezogen wird.

 

Die Stadt Münster hat beschlossen, die verbindliche Pflegebedarfsplanung einzuführen und damit ein zusätzliches Steuerungsinstrument zu erschließen, um gemeinsam mit anderen Akteuren, vor allem mit der Kommunalen Konferenz Alter und Pflege an der Entwicklung der örtlichen Pflegeinfrastruktur aktiv mitzuwirken. Leitbild ist eine vielseitige, bedarfs- wie nachfragegerechte Angebotslandschaft, die den verschiedenen Präferenzen Pflegebedürftiger Rechnung trägt, gegenüber geänderten Bedarfen, Struktur- und Qualitätsanforderungen anpassungsfähig ist und deren Angeboten finanzierbar sind. Die verbindliche Pflegebedarfsplanung soll außerdem die altengerechte Quartiersentwicklung flankieren. Dabei sollen bestehende Pflegeinfrastruktur und künftige Quatiersstrukturen nicht als Gegeneinandr sondern synergetisch verstanden werden.

 

Mit dem ersten Pflegebedarfsplan, der am 25.03.2015 vom Rat voraussichtlich verabschiedet wird, hat die Verwaltung zunächst eine gesamtstädtisch angelegte Bedarfsermittlung vorgelegt, die nur die wesenltichen Daten abdeckt. Der Pflegebedarfsplan wird zum Jahreswechsel aktualisiert und um weitere Aspekte ergänzt und spezifiziert."

(Im Auftrag: Christine Menke)

 

 

Der nächste Arbeitskreis "Älter werden in Kinderhaus" findet am 23.09.20152 um 15.00 im Bürgerhaus Kinderhaus statt. U.a. soll der Themenbereich "Wohnen" aufgegriffen werden.

 

Andreas Duttmann

Caritas vor Beratungsstelle - Kinderhaus