Sprechstunden:
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Stadthaus 1
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Protokoll des Arbeitskreises „Älter werden in Münster-Innenstadt Ost /Mauritz“

Datum: 18. Februar 2016

Veranstaltungsort: DRK Kreisverband Münster e.V.

Schriftführer Protokoll: Isabel Müller

 

TOP 1 Begrüßung und Vorstellungsrunde

Siehe Teilnehmerliste

 

TOP 4 Neuigkeiten zum Thema Taschengeldbörse in Münster

 Der TOP 4 wird vorgezogen, da Barbara Klein-Reid, die kurzfristig in Vertretung für Herrn Poppenburg, den TOP übernehmen wird, einen Folgetermin hat.

 Die Taschengeldbörse ist eine Initiative von „Servicebrücken Jung und Alt“ mit über 30 Kommunen in ganz NRW. Münster ist in Kürze eine davon.

 Die Taschengeldbörse vermittelt kostenlos den Kontakt zwischen Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren, die gerne ihr Taschengeld aufbessern möchten und Erwachsenen über 55 Jahren, die sich gelegentlich Unterstützung bei einfachen, ungefährlichen, haushaltsnahen Arbeiten wünschen.

 

 Die KSVM in Person von Manfed Poppenburg und Barbara Klein-Reid haben sich für die Gründung einer Taschengeldbörse in MS stark gemacht.

 Zunächst galt es einen möglichen Träger zu finden. Die angesprochenen Ämter zeigten sich zögerlich bei Übernahme der „Trägerschaft “. Bereit erklärt zur Übernahme haben sich schließlich die Kommunalen Stiftungen.

 Es erfolgt eine Anbindung an die von Mensch-zu-Mensch-Gruppen. Die Koordination übernimmt Frau Wegener-Bücker von der Freiwilligen-Agentur Münster.

 Zur Finanzierung standen für 2015 ESF Mittel bereit.

 Die Fördersumme von 15.000 Euro im Jahr, die für Sach- oder Personalkosten ausgegeben werden kann, wurde jedoch nicht in Anspruch genommen, da die Antragstellung sehr kompliziert ist.

 Das Konzept in MS basierte von vorne herein auf Ehrenamtlichkeit.

 Die Taschengeldbörse ist ausschließlich für die Vermittlung von Jugendlichen an Senioren zuständig. Die Vermittlung übernimmt ein 5-Köpfiges Team von Ehrenamtlichen.

 

 Für Anfragen von Jugendlichen als auch Senioren wird es bald ein Datenbanksystem mit Anmeldeformular auf einer Website geben.

 Die Jugendlichen müssen bei Interesse ein Vorstellungsgespräch absolvieren. Erst nachdem Sie vom Team für geeignet befunden wurden, werden sie in die Datenbank aufgenommen. Auch ein persönliches Kennenlernen der Senioren findet statt.

 Demnächst wird es auch eine Sprechstunde von 2-3 Stunden die Woche im Gesundheitshaus geben.

 Die Höhe des Taschengeldes ist Verhandlungssache zwischen Jugendlichen und Senioren. Es gibt jedoch einen Mindestlohn von 5,00 Euro die Stunde.

 Die Taschengeldbörse wird zunächst in 3 Pilotstadtteilen durchgeführt: Südviertel, Gievenbeck und Überwasser.

 Herr Bastian findet es kritikwürdig, dass durch die Taschengeldbörse eine Art bezahltes Ehrenamt geschaffen würde. Anderswo führe man solche nachbarschaftlichen Hilfstätigkeiten ohne Bezahlung durch.

 Frau Klein-Reid sieht dies nicht so. Es gäbe keine Konkurrenzsituation zu v.M.z.M.. Bezahlte Hilfen durch Jugendliche habe es immer schon gegeben. Die Taschengeldbörse schaffe nur ein Instrument um den Kontakt zwischen Jung und Alt in der Nachbarschaft in Zeiten von wachsender Anonymität in den Städten zu erleichtern.

 Es gab noch keinerlei negative Erfahrungen in anderen Städten mit der Taschengeldbörse.

 Geplant ist die Taschengeldbörse in Münster im April / Mai 2016 an den Start gehen zu lassen. Infos hierzu, den Websitelink und Flyer werden dann zeitnah auch über den AK-Verteiler publiziert.

 

TOP 2 Erste Erfahrungen und weitere Planung zum Seniorentreff im "Neben*an"

 Frau Sevál Kocaman vom Bürgerhaus Bennohaus berichtet, dass die Teilnahme am Schnuppertag für Gitarre, der am 4.12. im Neben*an stattfand, leider gleich Null war. Ein Grund hierfür wird neben der Kurzfristigkeit sicherlich sein, dass der Termin in den Abendstunden lag, in denen es bereits dunkel war, was „abschreckend“ auf ältere Menschen und auch auf Laufkundschaft wirkt.

 Zukünftige Termine sollten auf jeden Fall im Nachmittagsbereich liegen.

 Das Bürgerhaus Bennohaus hat im letzten Jahr durch Spenden einige Tablets und Laptops anschaffen können, mit denen sie gerne Schnupperstunden im Medienbereich für Ältere anbieten möchten. Eine Veranstaltung hierzu hat bereits sehr erfolgreich im Klarastift stattgefunden, mit über 70 Teilnehmern. Dies wäre zukünftig auch im Nebenan denkbar.

 

 Es wird vereinbart, mit Herrn Behm zu besprechen, ob ein fester Nachmittag im Monat für eine Veranstaltung durch das Bennohaus möglich ist. Herr Kriegeskorte nimmt mit Herrn Behm Kontakt auf.

 Frau Hammes betont, dass Herr Behm dringend wegen der zukünftigen Finanzierung für den Seniorentreff im Nebenan um Rückmeldung gebeten hat. Auch dies wird Herr Kriegeskorte mit ihm klären.

 Frau Hammes berichtet, dass der Spielenachmittag nach zähem Einstieg inzwischen sehr gut läuft. Durchschnittlich sind 14-20 Besucher vor Ort.

 Vom Restbudget 2015 hat Frau Hammes je zwei Rommey Cup und Skippo Spiele angeschafft.

 Auch der Offene Treff am Mittwochnachmittag wird inzwischen laut Herrn Segeler und Frau Clewermann sehr gut besucht. Es hat sich ein fester Stamm von Besuchern entwickelt, aber ab und an ist auch Laufkundschaft dabei. Die Zusammenarbeit zwischen Herrn Segeler vom DRK und Frau Clewermann und Frau Kerr vom Seniorenbüro Mauritz ergänzt sich sehr gut.

 Alle sind sich einig, dass die Öffentlichkeitsarbeit jedoch unbedingt aufrechterhalten, bzw. sogar intensiviert werden soll.

 Herr Weber vom Mittwochsgehen schlägt vor, das Angebot im Programm vom Sauerländischen Gebirgsverein Münster aufführen zu lassen, als mögliches Laufziel für Senioren oder auch in den Kirchenfoyers auszuhängen.

 Ebenso kann er sich vorstellen, zukünftig einen Gang des Mittwochsgehens auf der Promenade im Nebenan münden zu lassen. Absprachen hierzu folgen.

 Frau Hammes und der ganze Arbeitskreis bedanken sich sehr herzlich bei Herrn Bastian vom „Haus vom guten Hirten“, der für den Seniorentreff im Nebenan ein Fahrrad als Werbeschild gebaut hat (siehe Fotos im Anhang). Dieses steht zurzeit gut gesichert an der Ecke beim Superbiomarkt / Warendorfer Straße auf Höhe Fortuna Apotheke.

 

 

TOP 3 Informationen und Diskussion zum Masterplan Quartier sowie zur Barrierefreiheit und Sitzbänken im Stadtteil durch Herrn Gottwald Kobras, Stadt Münster

 

 Herr Gottwald-Kobras erläutert, dass es auch im Stadtgebiet Mauritz strukturelle Unterschiede gibt, wobei sich hier die Frage stellt wo genau beginnt und endet der Stadtteil Mauritz.

 Frau Hammes erwähnt, dass sie den Titel der Broschüre „Älter werden in Mauritz“ zukünftig ändern möchte in „Älter werden in Mauritz und Erpho“

 Während an der Wolbecker und Warendorfer Straße eine sehr gute strukturelle Versorgung vorliegt, wird es nach außen hin dünner.

 Bezogen auf die Altersstruktur findet man besonders im Flussviertel, Admiral von Spee Straße und Danziger Freiheit Überalterung der Bevölkerung. Im Bereich Pötterhoek findet man verhältnismäßig viele ältere Menschen mit Migrationsvorgeschichte.

 Bezogen auf Gesamt-Münster kann prognostiziert werden, dass bis 2030 der Anteil der Hochaltrigen (Über 80 Jahre) rund 30 Prozent zunehmen wird. In Mauritz wird dies wahrscheinlich ein bisschen weniger stark ausgeprägt sein.

 Herr Gottwald-Kobras möchte gerne in allen Stadtteilen Gespräche zum Thema Alter und Armutslagen in den jeweiligen Stadtteilen führen, mit einigen Akteuren, die sich vor Ort gut auskennen. Hierfür wird ein separater Termin mit einigen der Anwesenden vereinbart.

 Bezüglich des Themas „Bänke im Stadtteil“ (siehe Skript im Anhang) kann Herr Kriegeskorte bei der WWU nachfragen, wie die Bereitschaft wäre, eine Stadtteilbegehung mit/durch Studenten und anschließende Analyse zu machen. Finanzielle Förderung könnte sicherlich z.B. durch Kuratorium deutscher Altenhilfe erfolgen, die besonders Projekte zur Sozialraumanalyse fördern.

 Herr Weber kann sich vorstellen einige Infos durch das Mittwochsgehen beitragen zu können.

 Herr Kriegeskorte wird das Thema bei der nächsten Sitzung „Älter werden in Münsters Quartieren“ einbringen, betont jedoch, dass eine Vorbereitung des Vorhabens durchaus ein halbes Jahr in Anspruch nehmen kann.

 

TOP 5: Neuigkeiten von der Kommunalen Seniorenvertretung Münster

 Nach den Neuwahlen bei der KSVM werden zurzeit die Themen und Arbeitsbereiche neu festgelegt. Infos über die Ergebnisse folgen.

 

TOP 6: Verschiedenes

 Stefanie Haverkock verabschiedet sich aus dem Arbeitskreis. Das Projekt „Seniorenportal“ läuft nach 5 Jahren aus. Eine weitere Finanzierung wie bisher ist unwahrscheinlich. Zurzeit wird an einer kleineren Finanzierung durch verschiedene Stellen gearbeitet. Frau Haverkock wird jedoch ihre Arbeit für das Seniorenportal nicht fortsetzen. Der Arbeitskreis dankt Frau Haverkock sehr herzlich für ihre jahrelange Mitarbeit und wünscht für die weitere Zukunft alles Gute.

 

 Frau Hammes schlägt vor, über das Thema „Wunschbox“ für den Stadtteil nachzudenken und in Zukunft darauf zurück zu kommen. Die KSVM hatte eine Zeitlang eine Wunschbox für Bürger im Bereich Mitte betreut.

 

 Der nächste Termin des AK „Älter werden in Mauritz“ wird per E-Mail bekannt gegeben.