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Richtfest

 Am 20.02.2015 war es endlich soweit. Unser Verein „Gemeinschaftliches Wohnen in Münster“ konnte Richtfest, oder wie man fachlich bei Flachdachbauten sagt: Dichtfest feiern. Geladen waren neben uns, von der Kommunalen Seniorenvertretung, über den Bürgermeister von Hiltrup, die Leiterin der „Wohn und Stadtbau“, Mitglieder der Parteien, der Sparkasse, natürlich  auch die  Vereins- und Genossenschaftsmitgliedern auch Freunde und Sympathisanten.

 

 

 

In einer festlich dekorierten Erdgeschoßwohnung des Objektes gab es nach den Gratulationsreden für das leibliche Wohl  Getränke  Gegrilltes und Vegetarisches.

Alles in allem eine gelungene Veranstaltung. Wir können da nur wünschen, dass in diesem Sinne weiter gebaut und später miteinander gelebt wird.

Alle die nicht dabei sein konnten, können hier die Rede des Vorsitzenden des Vereins „Gemeinschaftliches Wohnen in Münster  e,V.“ nachlesen.

 

Richtfest 20. Februar 2015 

Liebe Genossen der Hiltruper Wohngenossenschaft,

liebe künftigen Bewohner, verehrte Gäste, 

wir sind heute hier, um Richtfest zu feiern.

Der Rohbau ist fertiggestellt, der Dachstuhl fehlt.

Diesen wird es auch nicht geben.

Folglich kennt dieser Bau auch kein Gewerk eines Zimmermanns, der sonst üblicherweise den Richtspruch vorträgt.

Darum machen wir das selbst, die Bauherren dieses Baus, die Hiltruper Wohngenossenschaft.

Wie die Meisten wissen ist die Idee und Initiative für dieses Gebäude von Mitgliedern des Vereins

„Gemeinschaftliches Wohnen in Münster e.V.“ entwickelt worden. Speziell von Heinz Diekel, der leider schon verstorben ist. Er war der Motor für dieses Projekt.

Der Verein selbst, ich bin derzeit dessen Vorsitzender, ist ein Kind der Seniorenvertretung der Stadt Münster.

Die Vision des Vereins ist: „Unser Leben im Alter wird lebenswerter wenn wir in Gemeinschaften leben, wir bereit sind, uns gegenseitig zu helfen, wir aktiv die Freizeit gemeinsam gestalten wollen.“

„Zusammen wohnen  -  selbstbestimmt leben“

Um das zu erreichen braucht man ein Haus mit vielen gemeinschaftlichen Einrichtungen und die Bereitschaft im Kopf für Gemeinsamkeit.

Heutzutage ist allgemein anerkannt und mehr und mehr realisiert, das diese Wohnform nicht mehr Vision ist. In vielen Städten und Kommunen sind bereits ähnliche Projekte umgesetzt.

Erstmalig und neu für uns hier in Münster ist es, dass Senioren es selbst in die Hand genommen haben:

Ein Gebäude errichten

Darin das Zusammenleben leben wollen

Für die Beteiligten war Vieles Neuland,

die Genossenschaftsgründung, Satzung und Vertragswerk, Beteiligte und Genossen finden, die die Vision gestalten möchten,

Unterstützer finden, die unsere Idee verstehen und begleiten wollen,

ein passendes und bezahlbares Grundstück finden, und, und, und …..

Wenn wir uns heute hier versammelt haben, dann ist mit Erreichen diese Bauabschnitts, dem Rohbau, ein Richtfest zu feiern, viel Dank verbunden an viele Beteiligte.

Der besondere Dank geht aber an die Bauherren, die Visionäre, die Genossen, die künftigen Bewohner. Ohne diese wären alle anderen Beteiligten und Unterstützer nicht erforderlich.

Dafür ein besonders großer Applaus an Euch.

Private Investoren für solche Projekte gibt es auf dem Markt viele.

Diese haben und müssen es auch haben eine andere Ausgangsposition und Zielsetzung. 

Zum Richtfest gehört ein Richtkranz. Ein schön geschmückter ist auch da. Dazu gehören Richtfestsprüche und einige Rituale. 

„Fast fertig ist das Haus,

von außen sieht es stattlich aus.

Wir wünschen Euch eine gute Zeit

Und daß Ihr bald fertig seid. 

Steht fest auf sicherm Grund,

vom Keller bis zum Dach gesund.

Denen, die hier gehen aus und ein

Mag es stets eine Heimstatt sein. 

Die Bauherren sprechen Dank nun aus

An alle Helfer in dem haus.

Der Rohbau steht

Der Richtkranz weht

Mit bunten Bändern geschmückt

Damit die Arbeit weiter glückt. 

Stein und Mörtel bauen ein Haus

Geist und Liebe schmücken es aus. 

Gut passt der Spruch von Ralph Emerson:

Jeder Geist baut sich selbst ein Haus

Und jenseits diese Hauses eine Welt

Und jenseits dieser Welt einen Himmel.“ 

In diesem Sinne wünschen wir weiterhin gutes Gelingen bei der Fertigstellung und heute ein schönes Richtfest.

Zum Ritual gehört, dass wir nun einen Schluck auf das Wohlleben in diesem Haus trinken. Das wollen wir gemeinsam tun, liebe Frau Ritter und alle „Hand ans Glas“.

Das Glas gehört nach dem Austrinken auf den Boden, das bringt Glück in dem Haus. 

Manfred Spitz

Verein für Gemeinschaftliches Wohnen in Münster e.V.