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Winterdienst für Bewohner von Mietshäusern

von links: Bernd Sturm, Wohnungsverein von 1893 eG, Heinz Diekel, Seniorenvertretung, Ewald Meyer-Hoock, Sahle Wohnen, Christian Mengler, LEG, Peter Guski, Haus und Grund, Helga Hitze, Seniorenvertretung, Klemens Nottenkemper, Wohn + Stadtbau GmbH, Martin Schofer, Seniorenvertretung. Im Winter 2010/2011 erreichten die Seniorenvertretung Meldungen von älteren Seniorinnen und Senioren in Münster, die bei den heftigen Schneefällen Ihrer in den Mietverträgen vereinbarten Räum- und Streupflicht aufgrund ihres hohen Alters nicht mehr nachkommen konnten.

Ein an sich sinnvoller Umzug aus einer oberen Etage in eine barrierefreie Wohnung im Erdgeschoss hatte zur Folge, dass die Betroffenen die Räum- und Streupflicht übernehmen mussten. 

Die Seniorenvertretung richtete im März 2011 eine Anregung an den Rat, die Mobilität von Senioren im Winter allgemein und bei extremer Witterung im Besonderen sicher zu stellen. Nach einer Expertise des Instituts für Soziologie der WWU steigt der Anteil der über 60 Jährigen an der Bevölkerung in Münster auf 25 %. Das Thema nimmt also an Bedeutung zu und bedarf einer grundsätzlichen Regelung. 

Durch Vermittlung des Amtes für Wohnungswesen nahm die Sprecherin des Arbeitskreises Münsteraner Wohnungsunternehmen, Frau Rechtsanwältin Elke Dickmann, Kontakt zur Seniorenvertretung auf und lud den Vorsitzenden Heinz Diekel sowie die stellvertreten Vorsitzenden Helga Hitze und Martin Schofer zu einem Gespräch in ihren Arbeitskreis ein. 

Die Mitglieder des Arbeitskreises Münsteraner Wohnungsunternehmen vertreten einen Gesamtbestand von 16 700 Wohnungen in unserer Stadt und gehören damit zu den bedeutenden Anbietern in diesem Bereich. 

Das Thema Winterdienst ist innerhalb der Wohnungsunternehmen präsent und es werden Lösungen gesucht. Schon langlaufende Mietverträge verpflichten heute Vermieter und Mieter, sich an die getroffenen Vereinbarungen zu halten. Die Anpassung der Mietverträge – Übernahme der Kosten bei Fremdvergabe –

kann nur langfristig und bei Neuvermietung vereinbart werden. 

Die Wohnungsunternehmen suchen jedoch ständig nach Lösungen. Appelle an jüngere Hausbewohner, Einzelfallhilfe, Verpflichtung aller Hausbewohner oder Beteiligung an den Kosten bei Fremdvergabe. 

Alle Gesprächspartner waren sich einig, dass angesichts der demografischen Entwicklung eine Fremdvergabe des Winterdienstes unumgänglich ist. Als nachfragestarke Kunden sind die Wohnungsunternehmen in der Lage, günstige Konditionen durchzusetzen.