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Fachtagung: Lebenslanges Lernen

Schofer und Remmers, Münster; Morskate, Hengelo; Heegen, Enschede; Hüsken, Münster; Schroeder, Osnabrück

Was verbindet Enschede, Osnabrück, Hengelo und Münster?

Mitglieder der Kommunalen Seniorenvertretung Münster trafen auf Vertreterinnen und Vertreter des Seniorenbeirates Osnabrück sowie des "Stedebands Twente (Enschede und Hengelo)" zum Thema "Lebenslanges Lernen" oder wie es die Niederländer sagen: Levenslang in Ontwikkeling! Nach einer Vorbereitungszeit von fast 2 Jahren war es endlich soweit: man begegnete sich in Glanerbrug (zwischen Gronau und Enschede) bei der Euregio. Dass dieses Treffen im Gebiet des ehemaligen Grenzüberganges stattfand, hat sicher einen großen symbolischen Wert, vor allem wenn man das Motto der Euregio beachtet: Die "Grenzregionen gestalten Europa".

50 Seniorinnen und Senioren aus dem Städtedreieck "MONT" (Münster-Osnabrück-Netwerkstadt Twente) trafen sich zu einer Veranstaltung, die von der Mozer Kommission finanziell und organisatorisch unterstützt wurden. Das Euregio Tagungszentrum wurde dafür bereitgestellt in der Hoffnung auf ein gewinnendes Miteinander zwischen den Niederländern und den Deutschen.

Im ersten Referat erläuterte Karin Gövert vom Zertifikatsstudium an der Westfälischen Wilhelms-Universität, wie in Münster der Studiengang für Senioren "Bürgerschaftliches Engagement in Wissenschaft und Praxis" aussieht. Da sie selbst diesen Bereich leitet, konnte sie viele interessante Aspekte, auch aus dem Bereich "Studium im Alter", beibringen.

Anschließend berichtete die Senior-Studentin Christa Pabst aus Osnabrück von ihren persönlichen Erfahrungen an der Universität Osnabrück. Den wissenschaftlichen Rahmen bot das Referat: "Gesundes geistiges Altern" der Diplom-Psychologin Julia Rahe vom Institut für Gerontologie der Universität Vechta.

Die Niederländer brachten mit "Domotica" ein anschauliches Projekt, wie man mit technischen Hilfsmitteln dazu kommen kann, möglichst lange selbständig in seinem Haus, seiner Wohnung, seinem Quartier zu leben. Auch hier ging es einerseits um die Frage nach der wissenschaftlich-theoretischen und technischen Erarbeitung und der praktischen Durchführung bei großen Betreuungsorganisationen. Die vielen Fragen zu diesem Bereich zeigten, dass technische Unterstützung in Betreuungssituationen durchaus auch kritisch gesehen, aber eben auch das Leben in Selbstständigkeit verlängern kann.

Die Fachtagung wurde mit viel Engagement abgeschlossen von Karin Reismann, Bürgermeisterin in Münster und Mitglied im Euregiorat, mit einem Referat über die Euregio unter dem Aspekt: "grenzregio´s vormen europa!" wie die Niederländer sagen.

Martin Schofer, Vorsitzender der Kommunalen Seniorenvertretung Münster überreichte an die Sprecher der drei anderen Vertretungen Radierungen von historischen Baudenkmälern in Münster und verband dies mit der Hoffnung, bald wieder zusammenzukommen.