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Heilberufe Hand in Hand

Unter diesem Motto standen die "4. Münsteraner Gesundheitsgespräche", zu denen die Apothekerkammer Westfalen-Lippe am 19. April 2016 in Münster eingeladen hatte. Es nahmen 125 Vertreterinnen und Vertreter der Apotheker- und Ärzteschaft,  Selbsthilfegruppen sowie Gesundheitsberater, Medizinrechtler, Hochschullehrer, Vertreter der Fachschaft Pharmazie, der Erwachsenenbildung und der Kommunalpolitik teil.

Die NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffen griff in ihrem Grußwort das Thema der Fachtagung auf und konstatierte: "Die verlässliche Kommunikation zwischen Arzt und Apotheker ist enorm wichtig, um eine bessere Versorgung der Patienten zu erreichen".

 

Auf dem Bild sind zu sehen: (v.l.) Dr. Theodor Windhorst (Präsident Ärztekammer Westfalen-Lippe), Gabriele Regina Overwiening (Präsidentin Apothekenkammer Westfalen-Lippe), Barbara Steffens (NRW-Gesundheitsministerin), Dr. Gerhard Bonn (KSVM)

 

Im Fokus der Optimierung des Informationsflusses der Heilberufe müsste das Patientenwohl stehen. Die Ministerin prognostizierte: "Zukünftig würden weniger finanzielle Ressourcen im Gesundheitssystem bereitstehen und eine alternde Gesellschaft sei von weniger Ärzten und Apothekern zu versorgen".

Die Kammerpräsidentin Gabriele R. Overwiening betonte in ihrer Begrüßungsrede die Notwendigkeit einheitlicher transparenter Kommunikationsstandards zwischen Arzt und Apotheker zur Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS), damit die öffentliche Apotheke die Aufgabe einer 'Sicherheitsbarriere' gewährleisten könne.

Der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Dr. Theodor Windhorst, erinnerte in seinem Keynote an den "Geist von Nottuln", in dem die Heilberufe im Gesundheitswesen ihr verstärktes Miteinander manifestierten und betonte: "Wir lassen uns nicht mehr gegenseitig ausspielen".

Im Rahmen der Gesundheitsgespräche stellte der Kommunikationswissenschaftler Professor Dr. Achim Baum (Osnabrück) die Ergebnisse der Studie "Kommunikation an der Schnittstelle Arztpraxis/Apotheke" vor, die im wesentlichen die Arzneimitteltherapiesicherheit thematisiert.

In der abschließenden Diskussionsrunde zwischen den Fachvertretern waren sich die Akteure einig, dass "man im bisherigen Gesprächsprozess bereits mit einer Reihe von Missverständnissen habe aufräumen können". Das Miteinander der akademischen Heilberufe, vor allem in Bezug auf die Kompetenz der 'korrekt' ausgefüllten Rezepte, d.h. 'das Kreuz mit dem Kreuz', insbesondere bei multimorbiden Krankheiten, erfordere eine grundlegende  Neuorientierung der interprofessionellen Zusammenarbeit.

Die KSVM wurde durch Herrn Dr. Gerhard Bonn vertreten.