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Minister Groschek am 06.08.2014 zu Besuch bei den Seniorinnen und Senioren

Im Juni 2014 kündigte Landesbauminister Michael Groschek im Rahmen seiner Sommerreise durch NRW neben anderen Städten auch einen Besuch in Münster an.

 

v.l.n.r. Ilse Laurenz (KSVM), Gaby Schnell (LSV NRW), Michael Groschek, (Bauminister NRW), Thomas Paal (Stadtrat Münster), Angelika Wirmer /Dr. Gerhard Bonn (KSVM)

Unter den verschiedenen Programmpunkten sollte auch ein Termin bei der Landesseniorenvertretung NRW und ihren Mitgliederorganisationen wahrgenommen werden. Thema dieser Veranstaltung, die in Münsters Rüstkammer statt fand, waren die Fördermöglichkeiten des Landes für das Wohnen im Alter.

Die Vorsitzende der Landesseniorenvertretung NRW, Frau Gaby Schnell, begrüßte  die zahlreichen Gäste. Sie teilte mit, dass der Landesbauminister Michael Groschek die münsterischen Hochwassergebiete besichtige, um zunächst mit der städtischen Verwaltungsspitze sowie Geschädigten vor Ort Gespräche zu führen.

In ihrem Grußwort verdeutlichte die Vorsitzende, dass es der vorrangige Wunsch der meisten Menschen sei, insbesondere im hohen Alter, in der privaten Häuslichkeit in der vertrauten Nachbarschaft, d. h. im Wohnquartier weiterhin leben zu können. Hierfür sei es dringend erforderlich, dass das Wohnumfeld sowie Wohnungen barrierefrei bzw. barrierearm gestaltet werden. Dringender Handlungsbedarf bestehe in der zur Verfügungstellung bezahlbaren Wohnraumes. Eine wohnortnahe Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs sowie notwendiger Dienstleistungen seien erforderliche Voraussetzungen.

Dem schloss sich ein Bericht des städtischen Sozialdezernenten Thomas Paal an, der beispielhaft die wesentlichen Merkmale, aber auch existierende Probleme der kommunalen Wohnraumpolitik in Münster erläuterte.

Dem Minister war bei seinem Eintreffen im Stadtweinhaus der Schock über die durch das Unwetter angerichteten Schäden in den diversen Stadtteilen noch anzumerken. Er erklärte, dass er sich bei der landeseigenen NRW-Bank dafür einsetzen werde, dass modifizierte Darlehen zur Behebung der Unwetterschäden bereitgestellt werden. Darüber hinaus setze sich die Landesregierung NRW dafür ein, dass der Bund Mittel aus seinem Fluthilfefonds auch für Münster bereitstellt.

In seinem Beitrag zum Thema 'Wohnen im Alter - Fördermöglichkeiten des Landes' erläuterte der Minister den Rahmen der sozialen Wohnraumförderung NRW mit seinen umfangreichen Förderprogrammen, um u.a. bauliche Barrieren im Wohnbestand zu beseitigen.

In der sich anschließenden Diskussionsrunde wiesen die Vertreter der KSVM auf die von münsterischen Bürgern empfundenen Komplikationen mit der BimA bezüglich der Konversion der britischen Kasernen in Gremmendorf und Gievenbeck hin. Ebenso thematisierten sie die Bereitstellung bezahlbarer Wohnungen, die Schaffung zukunftsorientierter Wohn- und Lebensformen sowie Probleme des barrierefreien Bauens im öffentlichen Straßenraum, insbesondere im historischen Stadtbereich bei denkmalgeschützter Bausubstanz.