Älter werden in Münster – und woanders!


Für die Macher des Seniorentages 2026 stellte sich als Leitfrage: „Wie findet Älterwerden (nicht nur) in Münster, sondern auch woanders statt?“ Um dieses Thema mit genügend Substanz beantworten zu können, lud man Vertreterinnen aus den Partnerstädten Mühlhausen und Kristiansand zwecks Vergleichen und Erfahrungsaustausch ein.


Einleitend begrüßte Oberbürgermeister Tillmann Fuchs im gut gefüllten Ratshausfestsaal die rund 150 interessierten Besucher und brachte seine Überzeugung zum Ausdruck, älter werden solle man nicht nur mit negativen Assoziationen – wie etwa die wachsenden Probleme im Pflegebereich – verbinden. Daher freue es ihn besonders, über den Austausch mit den Gästen aus Norwegen und Thüringen gegenseitig Impulse für gelingendes Älter werden zu gewinnen.

Einen ersten übergreifenden Einstieg ins Thema vermittelte Prof. Dr. Mirko Sporket von der FH Münster mit seinem Vortrag Der Blick über den Tellerrand – Älterwerden in Europa. Hierbei fokussierte er unter Bezugnahme auf den europaweit vergleichbaren demografischen Wandel vor allem auf das Miteinander von Mensch, Gemeinschaft und Kommune zur Erreichung des Zieles „Gutes Altern“.

Einer kurzen visualisierten Vorstellung der beiden Partnerstädte folgen Beiträge von Gabriele Fett aus Mühlhausen und Sandra van den Heuvel aus Kristiansand über Angebote und Unterstützungsstrukturen für älter werdende Menschen in ihren Kommunen. Hierbei wurde vor allem deutlich, dass in Norwegen familiäre Bindungen und Netzwerke (noch) eine erheblich größere Rolle spielen, wenn älter werden mit Einschränkungen für die Menschen verbunden ist. Andererseits hob Frau van den Heuvel aus ihrer früheren Tätigkeit als Leiterin eines Altenheimes in Deutschland hervor, hierzulande seien die Übergänge in solche Einrichtungen erheblich besser geregelt als in ihrer neuen Heimat.

Prof. Mirko Sporket, Gabriele Fett, Sandra van den Heuvel, Heinz-Peter-Pascher, Barbara Klein-Reid, Ramona Geßler

Abschließend tauschten sich Prof. Sporket, Sandra van den Heuvel, Gabriele Fett, sowie Heinz-Peter Pascher vom Verein Seniorenrat Münster und Barbara Klein-Reid als Vorsitzende der Kommunalen Seniorenvertretung Münster unter Moderation von Ramona Geßler über die Inputs aus den Beiträgen während der Veranstaltung aus. Schwerpunktmäßig stand dabei im Raum, wie man Erfahrungen sowie praktische Ansätze gegenseitig nutzbar machen und damit das Beste aus mehreren Welten verknüpfen kann.


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