Kommunale Seniorenvertretung traf sich zur 33. Sitzung


Auch wenn der erste Monat des Jahres bei vielen Menschen als ‚dry january‘ praktiziert wird – und Schnaps in Gremiensitzungen der Stadt Münzer ohnehin nicht vorkommen: für die 33. Sitzung der Seniorenvertretung liegt die Assoziation ‚Schnapszahl‘ nicht ganz fern.


Neben diversen Tagesordnungspunkten im Sinne von ‚business as usual‘ wie etwa Berichte aus anderen Gremien standen zwei für ältere Mitbürger wichtige Themen im Vordergrund. Zum einen ging es um vorrangig verkehrstechnische Änderungen im Martiniviertel, zum anderen um „Servicewohnen“.

Derzeit weist das zur Altstadt gehörige Martiniviertel mit seinen engen Straßen und Bürgersteigen aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens nur sehr geringe Aufenthaltsqualität aus. So nutzen beispielsweise täglich rund 4.000 Fahrzeuge die Hörsterstraße auf dem Wege zum Bült – mit entsprechenden Emissionen und Rückstaus.

In einer Beschlussvorlage (über welche der Rat am 11. Februar 2026 befinden soll) schlägt die Verwaltung laut Herrn Wilms vom Amt für Mobilität und Tiefbau vor, durch Umlenkung vor allem des (Durchgangs)verkehrs diese Belastung auf rund 500 Autos pro Tag zu reduzieren. Erreicht werden soll dies unter anderem durch entsprechende Beschilderungen in Verbindung mit Kontrollen. Nicht betroffen sein werden der Anlieger- sowie Lade- und Lieferverkehre; letztgenannte sollen sich jedoch stärker in den Tagesrandlagen konzentrieren. Im Kern will man damit auch den Fuß- und Radverkehr sicherer machen sowie stärken und vor allem die Aufenthaltsqualität im Viertel steigern. Die Seniorenvertretung begrüßte die angedachten Maßnahmen in Form einstimmiger Befürwortung.

Ingrid Dierkes, Barbara Klein Reid, Herr Wilms

Für ältere und in Teilen in ihrer Lebensgestaltung eingeschränkte Menschen kommt zunehmend das sogenannte „Servicewohnen“ in Betracht. Hierbei schließt man sowohl einen Mietvertrag als auch einen Servicevertrag über die Erbringung bestimmter Leistungen ab (zum Beispiel Reinigung, Einkaufen oder Begleitung zum Arzt etc.) Neben positiven Beispielen berichteten einzelne Mitglieder der Seniorenvertretung von Rückmeldungen über nicht oder nur unvollkommen erbrachte Leistungen.

Zwecks Gewinnung einer besseren know-how-Basis wurde daher ein umfangreicher Fragenkatalog an das Amt für Wohnungswesen und Quartiersmanagement bzw. das Sozialamt übermittelt. Bernd Niesmann vom Wohnungsamt gab im Sitzungsverlauf differenzierte Auskünfte zu den aufgeworfenen Fragen. Als Quintessenz hielt er fest, seitens der Verwaltung beständen keine Eingriffs- oder Sanktionsmöglichkeiten gegenüber Vermietern bzw. Anbietern, die ihre Zusagen nicht oder nur unvollkommen einhielten. Letztlich gehe es dabei um ein privatwirtschaftliches Vertragsverhältnis.

Ingrid Dierkes, Barbara Klein Reid, Bernd Niesmann

Bezüglich der finanziellen Ausstattung für die Arbeit der Kommunalen Seniorenvertretung verwies Frau Dierkes auf den vermutlich im März 2026 zur Verabschiedung anstehenden Doppelhaushalt für die Jahre 2026 und 2027. Demnach stehen – wie in der Vergangenheit – pro Jahr jeweils 4.720,00 € zur Verfügung.

Abschließend bedankte sich Barbara Klein Reid für die aktive Mitarbeit und konstruktiven Inputs der Mitglieder.



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