Im Verlauf ihrer 34. Sitzung während der aktuellen Wahlperiode befasste sich die Kommunale Seniorenvertretung Münster schwerpunktmäßig mit zwei Beratungsangeboten für Erwachsene in persönlichen bzw. sozialen Notlagen sowie einer Beschlussvorlage zur Umgestaltung und -nutzung des „Apostelgartens“ (Innenstadt stärken).
Anhand einer Power-Point-Präsentation sowie Handouts erläuterte Melina Schlinge vom Sozialamt die Beratungs- bzw. Hilfsangebote „Sozialarbeit im Stadtteil“ sowie „Sozialdienst Alter, Pflege und Teilhabe“. Beide Angebote richten sich an hilfebedürftige Erwachsene (wobei empirisch gesehen vor allem Ältere diese in Anspruch nehmen). Während der „Sozialdienst“ von Mitarbeitenden des Sozialamtes durchgeführt wird und Menschen mit geringem Einkommen adressiert (Empfänger von Sozialhilfe oder Grundsicherung im Alter), verantworten die Wohlfahrtsverbände (Diakonie, Caritas, Deutsches Rotes Kreuz, Arbeiterwohlfahrt) die „Sozialarbeit im Stadtteil“. Inhaltlich geht es um Beratung in persönlichen oder finanziell schwierigen Situationen; Vermittlung von Informationen und Hilfe zu Unterstützungsmöglichkeiten im Alter; Kontaktanbahnung zu Fachdiensten; Unterstützung bei Wegen aus der Einsamkeit sowie Austausch mit Gleichbetroffenen. Anhand einer interaktiven Karte machte Melina Schlinge deutlich, in welchen Stadtteilen welche Ansprechpartner inklusive Kontaktdaten verortet seien. Mit Blick auf die nicht durchgängig gegebene digitale Kompetenz insbesondere Älterer wiesen einige Mitglieder der Seniorenvertretung auf aus ihrer Sicht bestehende Zugangsprobleme für Betroffene hin.


Hierzu verdeutlichte Frau Schlinge, die skizzierten Angebote richteten sich vor allem an hauptamtlich und professionell tätige Organisationen und Personen. Diese bieten Betroffenen eine Erstberatung an und nähmen damit eine dezentrale Lotsen- und Verweisfunktion wahr. Aus diesem Erstkontakt mit Hilfesuchenden könnten dann für diese passgenau die richtigen Ansprechstellen bzw. -partner bei konkret infrage kommenden Organisationen er- und vermittelt werden.
Ausgehend von der entsprechenden Beschlussvorlage für den Rat erläuterte danach Frau Thiesing vom Stadtplanungsamt die für das Umfeld der Apostelkirche angedachten Überlegungen und Maßnahmen zur Umgestaltung des heutigen Parkplatzes an der Neubrückenstraße (sog. Apostelgarten) im Sinne einer signifikanten Verbesserung der Aufenthaltsqualität in diesem Bereich. Dabei handelt es sich um eine durch Ratsbeschluss priorisierte Maßnahme aus dem INSEK (Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept Münster-Innenstadt). Für die damit einhergehenden erheblichen investiven Aufwendungen sei es gelungen, Städtebauförderungsmittel zu akquirieren. Die Kommunale Seniorenvertretung stimmte der Vorlage einstimmig zu.

Weiterhin stand die Verwendung des Budgets 2026 auf der Tagesordnung; die von der Geschäftsstelle vorgelegte Finanzplanung wurde einstimmig ohne weitere Diskussion gebilligt.
Seitens der Seniorenvertretung war – mit Blick auf die Bildung der Fachausschüsse des Rates – der Wunsch geäußert worden, Mitglieder des Gremiums als sachkundige Einwohner in diese Ausschüsse entsenden zu können. Dem hat der Rat in seiner letzten Sitzung vollumfänglich entsprochen. In der nächsten Ratssitzung wird dann geklärt, welche Personen delegiert werden können.


