Highlight ihrer 35. Sitzung am 23. März 2026 in der 11. Etage des Stadthauses 2 am Ludgeriplatz war für die Kommunale Seniorenvertretung Münster der Austausch mit Oberbürgermeister Tilmann Fuchs.
Rund 45 Minuten nahm sich der Oberbürgermeister Zeit, um mit den Anwesenden die aus ihrer Sicht besonders relevanten Aspekte für ältere Menschen in Münster zu besprechen. Im Schwerpunkt ging es dabei um die Themen Pflege, Wohnen und Digitalisierung. Insbesondere die Notwendigkeit, im Wohnungsbestand mehr Barrierefreiheit zu realisieren, kam zum Ausdruck. Nur dadurch könne ein längeres Verbleiben Älterer im gewohnten Umfeld realisiert und die stationäre Pflege aufgeschoben werden. Weiterhin erging der Appell an Herrn Fuchs, bei den städtischen Dienstleistungen eine „Zwangsdigitalisierung“ zu verhindern. Menschen, die – aus welchen Gründen auch immer – digital nicht „unterwegs sein können“ dürften von Leistungen der öffentlichen Hand nicht ausgeschlossen werden.

Der Oberbürgermeister betonte zum einen seinen festen Willen, die Interessen- und Bedarfslage von rund 75.000 älteren Bewohnern Münsters kontinuierlich im Blick behalten zu wollen. Zum anderen zollte er den Mitgliedern der Kommunalen Seniorenvertretung Münster ausdrücklich Anerkennung für ihre Arbeit.
Seit kurzem existiert ein neuer Wegweiser des Vereins „Hospiz- und Palliativversorgung Münster e. V.“. Diesen stellten Anton Witte und Tobias Laubrock anhand einer Präsentation ausführlich vor. Unter www.hopa-muenster.de können Interessenten und Betroffene bzw. deren Angehörige sich umfassend über die Hospiz- und Palliativversorgung in Münster informieren.

Aufgrund der Vielzahl beteiligter und eingebundenen Organisationen und Institutionen (z. B. Kliniken, Stiftungen, Krebshilfe, Hospize und Pflegedienste) bietet die Seite damit einen bestens geeigneten Anknüpfungspunkt für den „Erstgebrauch“ und damit Orientierung. Unter anderem verwiesen die Vortragenden darauf, für die Inanspruchnahme von Palliativ- und Hospizleistungen entstünden den Betroffenen keine Kosten. Verdeutlicht wurde auch der Unterschied zwischen dem Palliativnetz Münster (Erbringung medizinischer Unterstützung) und den ambulanten Hospizdiensten (psychosoziale Unterstützung).
Im Herbst dieses Jahres steht die Neuwahl für die Kommunale Seniorenvertretung Münster an. Künftig soll die Wahlzeit nicht mehr drei sondern vier Jahre betragen. Die entsprechende Vorlage (über welche der Rat in seiner Sitzung am 25. März 2026 beschließen wird) nahm die Seniorenvertretung einstimmig an.

Barbara Klein-Reid berichtete, die Stadtbücherei Münster werde am 22. April 2026 einen Tag für Seniorinnen und Senioren durchführen. Man habe bei ihr angefragt, ob die Kommunale Seniorenvertretung Münster sich daran in Form eines Standes beteiligen wolle. Dies wird der Fall sein.


