Kommunale Seniorenvertretung traf sich zur 36. Sitzung


Während der 36. Sitzung der Kommunalen Seniorenvertretung am Montag, 27. April 2026 Münster stand neben diverse Routine-Tagesordnungspunkten die Fortschreibung der kleinräumigen Bevölkerungsprognose (KBP) für den Zeitraum 2025 – 2035 im Vordergrund.


Die vom städtischen Planungsamt erstellte Prognose der Bevölkerungsentwicklung in den einzelnen Stadtteilen wird alle zwei Jahre fortgeschrieben bzw. aktualisiert. Sie dient der Vorausberechnung der kleinräumigen, geschlechts- und altersgruppenspezifischen Bevölkerungsentwicklung, die als Orientierungsgröße für die mittelfristige Infrastruktur- und Investitionsplanungen dient (z. B. Planung der Kindertagesbetreuung, Schulentwicklungsplanung, Alten-/ Pflegehilfeplanung, Sportentwicklungsplanung, Fortschreibung des städtischen Verkehrsmodells).

Ebenso liefern die Daten der Prognose wichtige Informationsgrundlagen für eine altengerechte Quartiersentwicklung und fungieren damit als „Frühwarnsystem“ zur Gestaltung des demografischen Wandels auf Stadtteilebene.

Zentrale Aussagen:

  • Die Bevölkerung Münsters wächst weiter (von knapp 321000 auf rund 336000 in 2025
  • Deutliche Zunahme der Bevölkerung ab 65 Jahren: 65- bis 79-Jährige: + 10. 472 (+ 25,4 %), 80-Jährige und älter: + 2 157 (+ 11,3 %)
  • Je nach Stadtteil verläuft die Entwicklung sehr unterschiedlich.

Die Mitglieder der Kommunalen Seniorenvertretung nahmen die Berichtsvorlage einstimmig zur Kenntnis. Sie sahen in den Ergebnissen zum wiederholten Mal eine Bestätigung ihrer Forderungen nach größerer Berücksichtigung der Bedarfslagen Älterer – insbesondere bezüglich Wohnungsbau, Pflege und Mobilität. Auf diesem Hintergrund erhielt das Schreiben an die Fraktionen der Ratskoalition hinsichtlich mangelnder Berücksichtigung dieser Personengruppe im Koalitionsvertrag nochmals zusätzliches Gewicht.

Dr. Gerd Bonn vertrat bislang sowohl die Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderung (KIB) als auch die Kommunalen Seniorenvertretung Münster im Ausschuss für Verkehr und Mobilität. Aufgrund eines Hinweises der Verwaltung ist dies aber nicht zulässig; daher legte Dr. Bonn seine Vertretung der KSVM im genannten Ausschuss nieder. Über eine Nachfolge soll in der 37. Sitzung der Seniorenvertretung entschieden werden.


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