Kommunale Seniorenvertretung traf sich zur 37. Sitzung


Neben den obligatorichen Tagesordnungspunkten wie Finanzen, Termine, Teilnahme an Veranstaltungen, Berichts aus den Ausschüssen des Rates etc. bildete thematisch am Montag, 18. Mai 2026 während des 37. Sitzung in der 11. Etage des Stadthauses 2 die „Kommunale Pflegeplanung für die Stadt Münster 2026“ den Schwerpunkt der Beratungen.


Karin Stritzke vom Sozialamt Münster erläuterte anhand der entsprechenden Berichtsvorlage sowie des als Anlage beigefügten ausführlichen Berichtes die aktuelle Situation sowie welche künftigen und perspektivischen Herausforderungen für die Gewährleistung, Sicherung und Weiterentwicklung ausreichender pflegerischer Angebote vor Ort bestehen.

Karin Stritzke, Sozialamt und Babara Klein-Reid

Während Münster bei der Tagespflege aktuell gut aufgestellt sei, würden in allen anderen Bereichen (z. B. stationäre Pflegeeinrichtungen, solitäre Kurzzeitpflegeangebote, ambulante Pflegedienste, altengerechte Wohnungen und Servicewohnungen) zusätzliche Kapazitäten benötigt. Aufgrund wirtschaftlicher Gegebenheiten, des eklatanten Mangels an entsprechend qualifiziertem Personal, steigender Sach- und Personalkosten sowie hohem bürokratischen Aufwand sei kurz- aber auch mittelfristig keine spürbare Besserung in Sicht. Aus Sicht von Frau Stritzke bzw. der Altenhilfeplanung kommt den Aspekten Beratung und Transparenz im Kontext von Pflege eine immer größere Bedeutung zu. Als erfolgreiche Zugänge benennt sie sowohl die App „Älter werden in Münster“ als auch den Marktplatz ambulante Pflege. Dieser werde sowohl von der Nachfrage – als auch der Angebotsseite stark genutzt. Der „Marktplatz“ hat sich in Münster etabliert und wird von den Bürger*innen angenommen. Im Jahr 2025 gab es insgesamt 580 Anfragen, wovon 327 direkt vermittelt wurden. Aktuell gehen monatlich zwischen 45 und 60 Anfragen ein. Seit Beginn des „Marktplatzes“ im Oktober 2024 bis heute konnten 510 ambulante Versorgungen vermittelt werden.

Mehrere Mitglieder der Seniorenvertretung sprachen sich aufgrund dieser wenig hoffnungsvollen Aussichten für eine stärkere Befassung des Gremiums mit diesem Themenkomplex aus. Unter anderem soll dies in noch zu terminierende Gespräche mit den Parteien der Rathauskoalition erfolgen.

Für die verbleibenden drei Sitzungen des Ausschusses für Verkehr und Mobilität vor der Neuwahl der Kommunalen Seniorenvertretung Münster übernimmt Barbara Klein-Reid die Vertretung des Gremiums.

Mit Blick auf die Neuwahl der Kommunalen Seniorenvertretung Münster wird es am 09. Juli 2026 um 15.00 Uhr eine Informationsveranstaltung im Forum der Volkshochschule Münster geben. Zielgruppe sind potenzielle Interessenten für eine Kandidatur. Frau Dierkes bat in diesem Zusammenhang darum, dass derzeitige Mitglieder sich für Auskünfte während der Veranstaltung bereit halten mögen.


Veröffentlicht

in

von

Schlagwörter: