Sprechstunden:
Montags 10 - 12 Uhr, Mittwochs 15 - 17 Uhr
Stadthaus 1
Raum 381

3. Münsteraner Gesundheitsgespräche

 (v.l.) Katrin Vogler (DIE LINKE.), Dr. Gerhard Bonn (KSVM), Maria Klein-Schmeink (Bündnis 90/Die Grünen), Jens Spahn (CDU) und Kammerpräsidentin Gabriele R. Overwiening (AKWL)

Die Apothekerkammer Westfalen-Lippe veranstaltete am 13. Mai 2014 die Dritten Münsteraner Gesundheitsgespräche im Erbdrostenhof zu Münster.

Die Kammerpräsidentin Gabriele R. Overwiening skizzierte in ihrer Begrüßungsrede die Entwicklung des Berufsstandes, wobei sie insbesondere auf den örtlichen Versorgungsanspruch an die Apotheken verwies und forderte, dass die Politik die hierzu notwendigen Rahmenbedingung schaffen müsse.

 

Dieses griff die NRW-Landesgesundheitsministerin Barbara Steffens in ihrem Grußwort auf und konstatierte: "Die intensive und qualitativ hochwertige Beratung ist und bleibt Aufgabe der Apotheken in ihrem Quartier, in dem sie viele Menschen persönlich kennen." Zur Zukunftssicherung dieses Auftrages kündigte sie die Einsetzung eines runden Tisches an, um z. B. die Frage von Präventionsangeboten für Senioren zu beraten.

In seinem Impulsvortrag mit dem Leitthema "Dem Nachwuchs auf der Spur" erörterte Professor Dr. Andreas Kaapke von der Hochschule Baden-Württemberg - Stuttgart sowohl Ansprüche als auch Zukunftsaussichten des Berufsstandes, insbesondere für junge Menschen.

Daran schloss sich eine Gesundheitspolitische Diskussionsrunde, moderiert durch Oliver Pauli, mit Maria Klein-Schmeink (MdB, Bündnis 90/Die Grünen), Katrin Vogler (MdB, Die Linke), Jens Spahn (MdB, CDU) sowie der Kammerpräsidentin an, die sich u.a. mit der wachsenden Bedeutung des Medikamentenmanagements bei multimorbiden Patienten, der Arzneimitteltherapiesicherheit sowie den Entscheidungskompetenzen seitens des Apothekers und dem Budgetierungssystem auseinandersetzten.

In der Debatte forderte der teilnehmende Vertreter der Kommunalen Seniorenvertretung Münster, vor allem im Hinblick auf den demografischen Wandel, dass die barrierefreie Erreichbarkeit der Apotheken gesichert sein müsste. Ferner sollten Apotheker Senioren gezielt über mögliche Wechselwirkungen von Medikamenten detailliert - und diskret - beraten und hinsichtlich der steigenden Zahl der Hochbetagten im Sinne der Daseinsvorsorge auch über ein System der Medikamenten-Hauslieferung nachdenken.

                                                                                                                                                                                                  Gerhard Bonn